Das malerische und romantische Westphalen


Das malerische und romantische Westphalen


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Als vor dreißig Jahren die erste Auflage dieses Werkes erschien, war Westphalen nicht das, was es heute geworden. Noch durch keine Eisenbahnen in den großen Weltverkehr gezogen, noch ohne die rastlos thätige Verwertung seiner großarthigen Bodenschätze und markigen Arbeitskräfte, war es ein stilles, wenig belebtes und auch wenig bekanntes, vielfach auch als unwirthlich verschrienes Land“,  so beginnt Levin Schücking sein Vorwort zur 1872 erschienenen zweiten Auflage des Buchs „Das malerische und romantische Westphalen“, einer mehr als 350 Seiten starken Sammlung von Orts- und Landschaftsbeschreibungen, historischen Geschichten, Balladen und anderen Gedichten über das Land der roten Erde und seine Menschen.
Für den heutigen Leser sind die Texte ein bisschen sperrig, aber wer sich auf die Lektüre ernsthaft einlässt, erkennt die Klasse der Autoren und kann wie in einer Zeitmaschine auch heute landläufig bekannte Orte und Sehenswürdigkeiten in dem Zustand erleben, in dem sie vor 150 Jahren waren. Vor allem Ostwestfalen, das Paderborner Land und die Hellweg-Region bis Dortmund werden beschrieben. 1988 hat der Schöningh Verlag in Paderborn eine Faksimile-Ausgabe des mit 28 Stahlstichen und 56 Holzschnitten illustrierten Buchs herausgegeben, dort war auch das Original-Buch erschienen. Die erste, maßgeblich von Ferdinand Freiligrath gestaltete Ausgabe ist von 1842. „Seitdem ist ein großer Umschwung eingetreten“, schreibt Schücking, „ ... in dreißig Jahren ist Westphalen eines der bedeutendsten Industrie-Länder der Welt geworden ... kein Horizont ist mehr zu sehen, der nicht steilrecht durchschnitten wäre von den schwarzen Linien der oft zahllosen hohen Essen.“ Neben Schücking und Freiligrath hat auch Annette von Droste-Hülshoff an dem Buch mitgewirkt – ihren Namen nennt Schücking jedoch nicht. „Dem Unterzeichneten … stand … mit reger und thätiger Anteilnahme und ihrer Kenntniß von ‚Land und Leuten‘  die Dichterin der rothen Erde, die Verfasserin der Gedichte auf Seite 160, 170, 244, 251, 342 zur Seite, die mit diesen Verarbeitungen von Sagenstoffen die Schilderung des Landes bereicherte, an dem ihr innerstes Herz hing.“

Levin Schücking, Ferdinand Freiligrath, Faksimile-Nachdruck d. 2. Aufl. v. 1872, Paderborn 1988, 24 x 17 cm, 366 Seiten, 84 Illustrationen, ISBN 978-3-506-78200-7

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