Petrus der Fehlbare


Petrus der Fehlbare

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Am 10. Oktober 1943 erblickte Peter Salmann als Spross einer alteingesessenen Warendorfer Verlegerfamilie das Licht der Welt – dem Tag des großen Bombenangriffs auf die Stadt Münster. Schon seine Kindheit in dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden weitläufigen Verlagshaus in Warendorf, in dem sich auch die Druckerei und die Buchhandlung der Familie befanden, war geprägt von den Umbrüchen der Zeit: vom unverheirateten Onkel, der mit den Schrecken seiner Erlebnisse als Wehrmachtssoldat zu kämpfen hatte und die Verlagsgeschäfte führte, von den wirtschaftlichen Zwängen und dem Einfluss der Politik auf das Familienunternehmen. 

In seiner Autobiografie „Petrus, der Fehlbare“ lässt Salmann diese Nachkriegszeit im Münsterland wieder lebendig werden: im lockeren Plauderton schildert er den übermächtigen Einfluss der katholischen Kirche auf das tägliche Leben in Warendorf, seine Schulzeit im Jesuiten-Internat, die Strenge, die Fehler, aber auch die menschliche Größe seiner geistlichen Lehrer dort. Die Auseinandersetzung mit dem gerade erst überwundenen Nationalsozialismus in seiner katholischen Heimat und während seiner Studienzeit in Nürnberg und Berlin ist Thema, dazu macht der Autor immer wieder philosophische und religiöse Exkurse – zum Beispiel in die Geschichte seines Namenspatrons Petrus.

Peter Salmann: „Petrus, der Fehlbare – Das Leben eines westfälischen Verlegers“, Westfalium Verlag, Münster 2018, 352 Seiten, 17 Abbildungen, Format 12 x 19 cm, gebunden, ISBN 9783981824605, 20,00 Euro

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